Route:Landpartie (Graz)
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Münzgrabenstraße 94
Moserhofschlössl
Schon aus 1466 ist eine Urkunde überliefert, nach der Kaiser Friedrich III. die Ablöse des "Hofes am Münnsgraben" vom Vorbesitzer Ruprecht Windischgretzer an Walthasar von Teuffenpach und Wolfgang Perner vom Schachen bewilligt. Der Kaufpreis für den Hof und weitere Güter betrug damals 400 Gulden. Um 1580 wird der Hof von Ludwig Camillo Suardo neu erbaut, die Stilelemente der Spätrenaissance mit dem Arkadenhof hat das Bauwerk bis heute bewahrt. Der Grazer Handelsmann Matthias Moser erwarb das Schlösschen 1609 und gab ihm und der von ihm angelegten Moserhofgasse seinen Namen. Spätere Besitzer waren die Freiherrn von Jauerburg (von denen das Doppelwappen von 1733 über dem Südportal zeugt) und von Gabelkhoven.
Im Jahr 1828 kam der Moserhof in den Besitz des Grazer Theaterdirektors Josef Althaller, (eigentlich Joseph Stöger). Im 20. Jahrhundert wurde das nunmehr auch „Althallerschlössel“ genannte Gebäude von der Stadt Graz angekauft und zu einem Jugendheim, später zu einem Mietshaus umgestaltet. Im Jahr 1964 kam das Moserhofschlössl in das Eigentum der Grazer Südost-Messe, die es 2010 samt den angrenzenden Grundstücken an Immobilien-Entwickler verkaufte.
Obwohl unter Denkmalschutz stehend, sind vom Arkadenhof nur noch verglaste Teile im EG erhalten, die im DEHIO noch erwähnten Säulenarkaden im Obergeschoß sind nicht mehr erkennbar.
Münzgrabenstraße 94
8010 Graz
Steiermark
Österreich
47.05928, 15.45113
Denkmalschutz
mehr unter Baugeschichte.at
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Franziszeischer Kataster 1829
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Althallerschlössl um 1860 (Reichert)
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Blick von Osten 2012
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Wappen-Portal mit neuem Liftzugang
Kommentare
Bei der 2012 fertiggestellten General-Sanierung des denkmalgeschützten Schlosses wurden trotz heftiger Briefwechsel mit Baubehörde und Denkmalamt leider die gläsernen Lifthäuschen an sehr störenden Stellen vor der Schloss-Fassade platziert. Auch die versprochene Parkanlage blieb aus, und der Radweg endet vor einem Steilabhang. Hier wurde eine Chance vertan, den Schloss-Komplex als Kontrapunkt zu der ihn bedrängenden Neubebauung zu nutzen.